Die Selbstinszenierung von Frauen - Von verdrehten Körpern und dem ausgestellten Bein

DATUM :: 30.03.2021
UHRZEIT :: 8:20 bis 9:20
SPRECHER*IN :: Dr. Maya Götz, Medienwissenschaftlerin

Online Veranstaltung

Die Selbstinszenierung von Frauen – Von verdrehten Körpern und dem ausgestellten Bein

Mit Dr. Maya Götz, Medienforscherin und Medienpädagogin

Eigentlich leben wir in einer Welt, in der sich Frauen individuell und stark in Szene setzen könnten. Eigentlich waren Mädchen und Frauen noch nie so gut ausgebildet wie heute, und doch fokussieren sie ihr Selbstwertgefühl auf ihr Aussehen und Anerkennung durch andere. Noch nie waren die Möglichkeiten für freie Berufswahl so vielfältig wie heute, und doch schlagen Mädchen bei der Berufswahl extrem geschlechterspezifische Wege ein, was sich auch auf ihre Zukunftsperspektiven auswirkt.

Ein prägender Aspekt hierbei sind Medien und das Bild, das über „richtige Frauen“ vermittelt wird. Hintergründe sind zum einen die von Männern dominierte Medienproduktion und die tief in die Medientexte eingeschriebene männliche Perspektive. Es sind aber auch Frauen selbst, die sich in ihrer Selbstinszenierung, z. B. auf sozialen Netzwerken, oft selbst in Posen und mit Gesten sexualisieren und damit anderen vorleben, wie sich eine „richtige Frau“ zu verhalten hat. In dem eingängigen Vortrag werden aktuelle Ergebnisse aus Medienanalysen und der Rezeptionsforschung vorgestellt und Ansatzpunkte für eine kraftvolle Selbstinszenierung von Frauen präsentiert. 

Moderiert von Barbara Rohm und Yvonne de Andrés, Kulturmanagerinnen.

Zur kostenlosen Anmeldung:

https://www.eventbrite.de/e/power-morning-talkreihe-zu-sexismus-medien-tickets-146762353149

Informationen zur Arbeit von Dr. Maya Götz finden Sie hier:

http://www.maya-goetz.de/

Dr. Maya Götz Copyright: Christian Rudnik

Vita:

Maya Götz, Dr. phil., verheiratet, drei Töchter (12, 15 + 16 Jahre) ist Leiterin des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) beim Bayerischen Rundfunk und des PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL. Sie schloss ihr Studium an der PH Kiel mit dem Staatsexamen für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen und der Magistra der Pädagogik ab und promovierte 1998 an der Gesamthochschule Kassel mit der Dissertation „Mädchen und Fernsehen“.

Ihr Hauptarbeitsfeld: Forschung im Bereich „Kinder/Jugendliche und Fernsehen” mit internationaler und geschlechtersensibler Perspektive.Sie leitete über 200 empirische Studien, u. a. zu Daily Soaps, Castingshows, Fernsehfiguren und Identitätsarbeit. Sie veröffentlichte bisher über 250 wissenschaftliche Artikel, 15 Bücher und ist weltweit in Fortbildungen für Kinderfernsehredaktionen tätig.

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